Was heißt „Neue Lernkultur“?

Die Schüler/innen sind im Mittelpunkt des Unterrichts. Es geht darum, dass sie lernen.

Die „alte Lernkultur“ ist davon ausgegangen, was Lehrer/innen tun sollen, damit Schüler/innen gut lernen. Die Schüler/innen waren dabei nur Marionetten, Randfiguren, die die  Lehrer/innen möglichst nicht stören sollten. 

Die neuesten Untersuchungen haben gezeigt, dass Schüler/innen dann gut lernen, wenn sie

  • snapsext selbständig und selbstorganisiert lernen (Lehrpersonen als Lernbegleiter/innen) und
  • erkennen, dass sie hastings meridian sinnvolle Inhalte lernen (schüler/innenzentrierte Einstiege in Themen, Neugierde wecken oder vorhandene Neugierde aufgreifen; hairy singles bedeutungsvolles Lernen – siehe Zitat von Carl Rogers unten). 

Guter Unterricht ist Unterricht, in dem mehr gelernt als gelehrt wird. Die Lehrperson ist Mehrwisser, nicht Besserwisser, und wird vom Instruktor zum Moderator. So ist auch eine Individualisierung des Unterrichts möglich. Schüler/innen arbeiten eigenverantwortlich und selbsttätig, alleine, zu zweit oder in Gruppen, präsentieren ihre Ergebnisse und erfahren Rückmeldung von Lehrern/innen. So kann auf Begabungen und Bedürfnisse der einzelnen Schüler/innen eingegangen werden. 

Als Lernförderer sorgt die Lehrperson für ein günstiges Klima, für eine anregende Lernumwelt und für Freiräume für selbstbestimmtes Lernen. Ganz nach dem Motto: „Das Kind lernt in erster Linie von anderen Kindern, in zweiter Linie vom Lehrer und in dritter Instanz von der anregenden Lernumgebung.“

Lehrpersonen begegnen den Schüler/innen mit Wertschätzung (förderliche Haltung).

Die Beziehung Lehrer/innen-Schüler/innen ist von gegenseitiger Wertschätzung, Respekt, Verlässlichkeit und Gerechtigkeit geprägt. Es findet eine echte Begegnung zwischen Menschen statt.

Lehrer/innen gestalten den Unterricht gemäß den Erkenntnissen der Lernforschung (gehirngerechtes Lernen, Neue Lernformen,..) und achten auf die Einhaltung von Regeln, damit ein störungsfreier Ablauf möglich wird. 

Didaktische Hinweise: 

  • free gay talk lines Lernziele kommunizieren
  • Überblick vor Detail, Fähigkeit zum omegle video cam vernetzten Denken schulen
  • vielfältige Methoden wie offenes Lernen, E-Learning, Projekte, Rollenspiele, kreative Methoden unter Verwendung von Musik, Printmedien, Malutensilien, Ton, Holz,..., um mehrere Sinne anzusprechen und mit Kopf, Hand und Herz zu lernen
  • Zeit für Pausen und um zu üben
  • Sozialformen wechseln (Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit)
  • Lernergebnisse präsentieren lassen, Rückmeldungen über den Lernerfolg (respektvoll, ganzheitlich: Inhalte, Methodenkompetenz, soziales Lernen, Persönlichkeit)
  • Inhalte in der richtigen Reihenfolge, klar strukturiert
  • Zusammenarbeit im Lehrer/innen-Team, um ein Vorbild zu sein und die Stärken aller zu nutzen 

Ziel: Erwerb folgender Kompetenzen bei Schülern/innen: 

  • Selbstkompetenz (personales Lernen)
  • Sozialkompetenz (soziales Lernen)
  • Methodenkompetenz (Lernen lernen) 

Wir lernen nur 20 % unseres Lebenswissens in deklarierten Bildungsinstitutionen (Schule, Seminare, Volkshochschule, Studium,..). Das meiste lernen wir eigenständig, so nebenbei, im Leben, daher müssen wir unseren Kindern jene Werkzeuge mitgeben, diesen lebenslangen Entwicklungsprozess gut zu meistern, mit Veränderungen gut umgehen zu können, mit Unsicherheiten leben zu können, flexibel zu sein und zu agieren statt zu reagieren. Dann werden sie unsere Wissensgesellschaft einmal tragen können. 

Zwei Zitate zum Abschluss: 

Zum Thema „bedeutungsvolles Lernen: 

„Fast jeder Schüler findet, dass große Teile seines Lehrplans für ihn bedeutungslos sind. So wird Bildung zu dem nutzlosen Versuch, Material zu lernen, das keine persönliche Bedeutung hat. Lernen dieser Art betrifft nur den Intellekt. Es schließt Gefühl oder persönliche Bedeutungszusammenhänge nicht ein; es hat keine Relevanz für den ganzen Menschen. Im Gegensatz dazu gibt es so etwas wie signifikantes, bedeutungsvolles, auf Erfahrung beruhendes Lernen. 

Lassen Sie mich die Faktoren etwas genauer definieren, die an einem solchen signifikanten oder auf eigener Erfahrung beruhenden Lernen beteiligt sind:

  • Es schließt persönliches Engagement ein – die ganze Person steht sowohl mit ihren Gefühlen als auch mit ihren kognitiven Aspekten im Lernvorgang.
  • Es ist selbst-initiiert – sogar dann, wenn der Antrieb oder der Reiz von außen herrührt, kommt das Gefühl des Entdeckens, des Hinausgreifens, Ergreifens und Begreifens von innen.
  • Es durchdringt den ganzen Menschen – es ändert das Verhalten, die Einstellungen, vielleicht sogar die Persönlichkeit des Lernenden.
  • Es wird vom Lernenden selbst bewertet – er weiß, ob es sein Bedürfnis trifft, ob es zu dem führt, was er wissen will, ob es auf den von ihm erlebten dunklen Fleck der Unwissenheit ein Licht wirft. Wir könnten sagen, dass der geometrische Ort des Bewertens zweilfelsfrei im Lernenden selbst liegt.
  • Sein wesentliches Merkmal ist Sinn – wenn derartiges Lernen stattfindet, dann ist in der gesamten Erfahrung enthalten, dass der Lernende Sinn darin sieht.“

        (aus: Carl Rogers: Lernen in Freiheit. Frankfurt: Fischer 1988, 12f) 

„Das Kind lernt in der Schule nicht Mathematik, sondern es lernt, mit einem Mathematiklehrer zusammenzuleben. ... Ein Lehrer bringt einem nicht irgendeinen Inhalt bei, sondern man lernt eine Lebensweise kennen. In diesem Prozess wird man dann womöglich mit den Gesetzen des Rechnens, den Erkenntnissen der Physik oder der Grammatik einer Sprache vertraut. Meine Behauptung ist: Der Schüler lernt den Lehrer.“

(aus: Humberto R. Maturana / Bernhard Pörksen: Vom Sein zum Tun. Die Ursprünge der Biologie des Erkennens. Heidelberg: Carl-Auer-Ssteme-Verlag 2002, 136)

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Dieses Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds, von Bund und Land Burgenland kofinanziert.