Aktuelles

Mehr_stimmig

Es ist Mehr.
Mehr als Fortbildung in den Ferien.
Mehr als Untermalung und Nebenprodukt.
Die Form zeigt den Inhalt.
Wie gesungen und musiziert wird, verdeutlicht worum es geht.
Wir sprechen von Diversität und wie umgehen damit?
Ein Biotop der Erfahrung diesbezüglich ist jeder Chor, besonders dieser.
34 Pädagog_innen verschmelzen zu einem Chor voller Leidenschaft, Intensität und Behutsamkeit.
Sie leben Musik in einer Band, die jedes Jahr wächst.
Zentrum und Mitte sind Angerührt-Sein und Berühren.

Und es ist stimmig.
Einander immer besser kennen. Schließlich s(w)ingen wir seit Jahren miteinander.
Einander brauchen für das Ganze. Der Klang, die Stille, die Begeisterung sind Ergebnis von Musikalität gepaart mit Spiritualität.
Beseelt!
Füreinander und miteinander.
Nicht verschweigen. Nicht verschwiegen werden.
Jene Botschaft mit jedem Ton hochhalten, die erzählt, dass es auch „anders“ geht.
Sichtbar und hörbar sein, als glaubende, singende, aufrüttelnde, berührende Stimme.
Mit den Worten von Jean Sibelius, die jetzt noch nachklingen:

“Be still my soul thy best, thy heavenly friend
Through thorny ways leads to a joyful end”

Mehr_stimmig – ein Chor, ein neues W!R, ein Prozess, der auch nächstes Jahr einlädt und in Bewegung bringen wird.


expertum scire-Lernwerkstatt

Von: Doris Ziniel

Am 12. September 2019 fand die "expertum scire-Lernwerkstatt: Diversität und Ökologie“ am Schaufeld von Erich Stekovics in Frauenkirchen statt. Die Teilnehmer_innen konnten sich an der Vielfalt der Natur erfreuen, entdecken, auf den Geschmack kommen, die Vielfalt der Pflanzen genießen und sich so der großen Sortenvielfalt bewusst werden.
Biodiversität und Ökologie sind mit Erich Stekovics untrennbar verbunden. Er sieht es als seine Aufgabe an, die Vielfalt in der Landwirtschaft zu bewahren und damit trotz klimatischer Veränderungen sicherzustellen, dass sich Gemüsesorten diesen Veränderungen anpassen. Es findet allmählich ein Umdenken bei den Konsument_innen statt, die zunehmend die Saisonalität von heimischem Obst und Gemüse zu schätzen lernen.

Mittlerweile hat Stekovics über 5.000 Sorten in seinem Sortiment, neben 3.400 verschiedenen Paradeisern auch Erdbeeren, Paprika, Chili, Knoblauch und Zwiebeln. Einen kleinen Teil davon konnten wir sehen, bestaunen, angreifen, riechen und schmecken.

Fotos unter: https://photos.app.goo.gl/3ZShYh7BzgYrs32v5


Nachtgebet „bis jemand eingreift“

Von: Adele Grill

Im Oktober 2019 fand das fünfte Nachtgebet des Instituts für Religionspädagogik und Diversität der PH Burgenland in Kooperation mit dem Kath. Bildungswerk der Diözese Eisenstadt statt. In der mit dem Burgenländischen Landesarchitekturpreis 2016 ausgezeichneten Kirche in Neuhaus in der Wart teilten 60 interessierte Pädagog_innen singend, schweigend, meditierend ihre Gottsuche. Der Sonnengesang des Heiligen Franziskus inspirierte die Architektin Doris Dockner für die Gestaltung der Kirche. Die fast schwellenlos gebaute Verbindung zur Natur lässt die Apsis mit dem Außenraum verschmelzen und zeugt von der Allgegenwart Gottes.
Lebensader jedes Nachtgebets sind Texte und Gedichte von Siegmund Kleinl. Das titelgebende „bis jemand eingreift“ widmet sich dem Propheten Ezechiel. Prophetisch die Rede, sie rührt an und spricht laut und deutlich aus, was Sache ist, herausfordert und weiterleben lässt.
Generalvikar Martin Korpitsch wies in seiner Predigt auf die menschliche Verantwortung jedes/jeder einzelnen hin und verdeutlichte, wie sehr Gottes Wirken und menschliche Solidarität Heil bewirken. Gott nimmt das Herz aus Stein und gibt ein Herz aus Fleisch – so werden Menschen ermutigt, sich zu engagieren und gegen Unrecht zu positionieren, woraus eine neue Welt, ein soziales Miteinander entstehen.
Musik vermag das Unaussprechliche greifbarer, begreifbar zu machen. Peter Bauer entlockte seiner Trompete Töne und Klänge, die prophetischer nicht sein können. Von Georg Friedrich Händel: Solosonate B-Dur Adagio – Allegro über Cesar Franck: Panis angelicus bis zu einer eigenen Improvisation und dem Jazzstandard: My old Flame - das Herz ging auf.
„ein muskel-herz, das seine kräfte spielen lässt, impulse gibt, den leib mit leidenschaft durchblutet für ein anderssein, ein anderes, füreinander. ein starkes herz, so ganz aus fleisch ohne verhärtung, intakt, nicht infarkt, nicht stillstand. bewegt, bis es im wortsein ruht.“ (Siegmund Kleinl) Dessen Bild „Ezechiel“ bringt es klar auf den Punkt: Menschen wirken in der Welt. Rotzig. Ohne Angst. Widerständig und visionär.
Viele Kolleg_innen verließen die Kirche mit dem neu erworbenen Buch „PropheZeit“ von Siegmund Kleinl in der Hand, vielleicht auch mit einer gehörigen Portion Mut. Und alle genossen die Agape mit Salzstangerln und Weinen des Weinguts Thomas Wachter.
Karin Hörist-Wachter sei gedankt für die liebevolle Wein-Begleitung.
Um noch einmal Siegmund Kleinl zu Wort kommen zu lassen: „wir sitzen unter schattigen baum vor den kellern, trinken wein und erzählen geschichten, die zukunft verheißen, uns befreien von den apokalyptischen bildern, die in angst uns versetzen und schrecken. wir sind erschöpft, aber auch schöpfer. sehen, was wir gemacht haben, und sagen: es ist nicht vollendet, doch es ist gut.“ (Mi 4)

Weitere Fotos unter
de2020.weebly.com/nachtgebet.html


Berufsbegleitendes Studium der Religionspädagogik

 

Diese Woche haben 20 Personen aus Burgenland, Steiermark und Kärnten das berufsbegleitende Studium der Religionspädagogik begonnen.

Im Rahmen dieses Bachelorstudiums werden das Unterrichtsfach Katholische Religion und die Spezialisierung Vertiefende Katholische Religionspädagogik für die Primarstufe auf der Grundlage des Curriculums für die Sekundarstufe Allgemeinbildung kombiniert.

Das Studium wird von der KPH Graz mit ihren Instituten in Graz und Klagenfurt gemeinsam mit der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz und der Pädagogischen Hochschule Burgenland organisiert.

Als Studium der Religionspädagogik ist es in dieser Organisationsform einzigartig in Österreich. Auch im Entwicklungsverbund Süd-Ost ist es das einzige Lehramtsstudium im Bereich der Sekundarstufe Allgemeinbildung, das berufsbegleitend angeboten wird.

Auf dem Foto finden sich die 20 Studierenden an ihrem ersten Studientag  in Tainach mit Institutsleiter Franjo Vidovic und Vizerektor Friedrich Rinnhofer (links) sowie mit den Hochschulprofessoren Roswitha Pendl-Todorovic und Johannes Thonhauser (rechts). 


 

Seminarprogramm SS 2019

 

Hochschullehrgang "Solidaritätsstiftendes Lernen - caritativ handeln"

4 - semestriger Hochschullehrgang Oktober 2017 – Mai 2019

In 8 Modulen werden 6 gesellschaftliche Lern- und Handlungsfelder erarbeitet und verschiedene soziale Schulprojekte realisiert. Zentral ist der christliche Glaubens- und Wertebezug, der Soziales Lernen miteinschließt, aber darüber hinaus noch Interdisziplinarität, Interkulturalität, Globales Lernen und eine Auseinandersetzung mit ethischen und gesellschaftlich relevanten Fragen integriert. Basierend auf dem christlichen Menschenbild bilden Empathie, Menschlichkeit und der Einsatz für eine gerechtere Welt wichtige Säulen dieses Lehrgangs.

Der Mehrwert liegt in der Persönlichkeitsbildung, der Erweiterung der Argumentations- und Toleranzfähigkeit und in der Wirksamkeit gegen Radikalisierungen jeglicher Art.

Überblick
Curriculum