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Projekt „Energie wenden“ – Schüler_innen erforschen erneuerbare Energien und entwickeln Energiekonzepte für Gemeinden

Klimaschutz, Reduzierung des Energieverbrauchs und nachhaltige Produktion von Energie werden immer mehr denn je zu fundamentalen Verpflichtungen jeder und jedes Einzelnen, Lösungen finden und umsetzen wesentliche Aufgaben unserer Gesellschaft.

Im Projekt „Energie-Wenden“ setzten sich die burgenländischen Schüler_innen von 6 bis 18 Jahren mit erneuerbarer Energie auseinander, erstellten Energiekonzepte für Gemeinden und lernten angewandte Energieforschung kennen. An sechs verschiedenen Schulen (Volksschulen Jois, Winden und St. Georgen, NMS Purbach, Gymnasium Neusiedl, HLWT Pannoneum Neusiedl) wurden in den vergangenen beiden Schuljahren je fünf Workshops durchgeführt, in denen Grundkenntnisse im Bereich „Energie“ und „erneuerbare Energie“ vermittelt, energierelevante Daten der involvierten Gemeinden erfasst und ausgewertet sowie neue Energiekonzepte von den Schüler_innen erstellt wurden.

Am Ende des Projektes präsentierten die Schüler_innen ihre Forschungsergebnisse den Bürgermeistern der jeweiligen Gemeinden und beeindruckten durch sehr innovative und kreative Konzepte: Schule als Kraftwerk, klimafreundliche Schulwege, LED-Straßenbeleuchtung mit Bewegungsmelder, wie man 96 Haushalte alleine mit der Energie von Solarpanelen vom Dach des PANNONEUM, Gymnasium in Neusiedl, versorgen kann.

Durch dieses von der FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) geförderte Projekt konnten Kinder und Jugendliche für Forschung, Technologie und Innovation (FTI) im Kontext erneuerbarer Energie begeistert werden. Sie erwarben Wissen, lernten dabei wissenschaftliche Methoden und Techniken der Wissenschaftskommunikation kennen (Präsentationen, Berichte usw.). Außerdem wurden sie mit verschiedenen Berufsbildern, Bildungs- und Karrieremöglichkeiten im Bereich Naturwissenschaften und Technik konfrontiert.

Das Gesamtkonzept entwickelte die PH Burgenland gemeinsam mit Expert_innen aus der Wirtschaft und der FH Burgenland Standort Pinkafeld. Die PH Burgenland war für die didaktisch-methodische Aufbereitung der Themen, die Erstellung von Unterrichtsmaterialien sowie die Begleitung und Unterstützung der Fachexpert_innen in den Schulklassen verantwortlich.

Die im Rahmen des Projektes erstellten Unterrichtsmaterialien für Volkschulen, Mittelschulen und Oberstufe können kostenlos auf der Projekt-Website heruntergeladen werden unter: www.energie-wenden.at

Für Gemeinden und Schulen, die an Workshops zu diesem Thema interessiert sind, gibt es ein „Kombi-Angebot“. Alle Infos bei Vera Besse unter  hallo(at)energie-wenden.at

Projektpartner:

Die akaryon GmbH, forschungsbasiertes Umweltinformatik-Unternehmen, koordinierte das Projekt und unterstützte mit Methoden und Software zur Nachhaltigkeitsplanung und -analyse.

Dr. Günter Wind  steuerte Fachbeiträge zur Energieaufbringung und zu kommunalen Energiekonzepten bei.

Dr. Horst Lunzer  half als Spezialist für Energiebedarf ebenso bei der Entwicklung von kommunalen Energiekonzepten.

Die FH Burgenland  mit ihrem Department Energie- und Umweltmanagement lieferte die fachliche Expertise zu den Energietechnologien.

Das Fachdidaktikzentrum NAWI und Mathematik der PH Burgenland erstellte das didaktische Gesamtkonzept und führte die Gesamtevaluierung durch.