Policy Statement

Die Internationalisierungsstrategie der Pädagogischen Hochschule Burgenland zielt ab auf eine erfolgreiche Positionierung als Knotenpunkt eines internationalen universitären bzw. hochschulischen Bildungsnetzwerks zur Professionalisierung der Lehrenden und Studierenden in pädagogischen Berufsfeldern.
Die Auswahl von neuen Kooperationspartnern erfolgt vorrangig nach den Gesichtspunkten der profilbildenden Schwerpunkte der Pädagogischen Hochschule Burgenland wie

•    Neue Lehr- und Lernkultur | Individualisierung und Differenzierung | Kompetenzorientierung
•    Virtuelle Lernräume | Medienpädagogik
•    Mehrsprachigkeit | Interkulturelle Bildung

Das Institut für Religionspädagogik orientiert sich zusätzlich an den Möglichkeiten des interreligiösen Austauschs mit organisatorischen Einheiten der Partnereinrichtungen.

Im Mittelpunkt des Interesses stehen internationale (Elementar-)Pädagoginnen und Pädagogen sowie Personen, die in weiteren pädagogischen Berufsfeldern tätig sind. Das übergeordnete Ziel soll durch Initiierung und damit Themenführerschaft sowie Teilnahme an entsprechenden internationalen Kooperationsprojekten in Lehre der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in der Forschung erreicht werden. Die Zielerreichung bedingt vermehrte Mobilitätsaktivitäten des Hochschulpersonals sowie der Studierenden.

Qualitativ hochwertige Mobilitäts- und Kooperationsaktivitäten sind eine wesentliche Voraussetzung für internationale bzw. interkulturelle Erfahrungen von Hochschulpersonal und Studierenden in fachlicher, berufsfeldbezogener, sprachlicher und persönlich-sozialer Hinsicht und tragen somit zu einer hohen Qualität aktuell geführter und bedarfsorientiert zu entwickelnder Studiengänge der Pädagogischen Hochschule Burgenland bei.

Die bereits gut funktionierende langjährige Zusammenarbeit mit den Universitäten aus Ungarn und Kroatien im Primarbereich wird zusätzlich zur Studierenden- und Personalmobilität - vermehrt um gemeinsame Forschung von der Elementar- zur Primarstufe - genutzt werden. Diese inhaltliche Schwerpunktsetzung wird die Mobilitäten, die gemeinsame Lehre, Exkursionen etc. fördern.  

Die institutionelle Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen der 2013 gegründeten burgenländischen Hochschulkonferenz (FH Eisenstadt, Haydn-Konservatorium Universität für Musik Graz/Expositur Oberschützen), aber auch mit Unternehmen sowie lokalen und regionalen Behörden soll die Entwicklung und Umsetzung innovativer Verfahren im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie der Beschäftigungsfähigkeit, Kreativität und des Unternehmergeists fördern.

Aufgrund der im Burgenland anerkannten Volksgruppensprachen Kroatisch, Ungarisch und Romanes und der gemeinsamen historischen Vergangenheit mit den näheren und entfernteren Nachbarländern wird die Ausrichtung geografisch in den südosteuropäischen Raum intensiviert werden.

Zusätzlich sind vor allem skandinavische und deutsche Hochschulen für Outgoing Studierende der Pädagogischen Hochschule Burgenland attraktiv, sodass verstärkt Kooperationen auch in diesen Ländern etabliert werden.

Bei der Planung und Durchführung von Mobilitätsprogrammen werden persönliche, thematische und sprachliche Interessen des Hochschulpersonals und der Studierenden berücksichtigt und mit den profilbildenden Schwerpunkten der Pädagogischen Hochschule Burgenland in Einklang gebracht.

Im Zuge der jährlich festzulegenden Aufgabenfelder der Lehrenden werden deren Ziele bezüglich internationaler Aktivitäten vereinbart.

Das IO organisiert in Kooperation mit den Instituten der Hochschule geeignete Veranstaltungssettings zu deren spezifischer Umsetzung der Internationalisierungsstrategie der Pädagogischen Hochschule Burgenland. Die Ergebnisse fließen im Sinne eines Qualitätsregelkreises in der Folge in die periodischen Ziel-, Leistungs- und Ressourcenpläne ein.

Aufgrund der knappen personellen Ressourcen des IO wird das Erasmus-Programm auch längerfristig das dominierende Bildungsprogramm für Mobilitäten an der Pädagogischen Hochschule Burgenland bleiben. Im Zentrum der Bemühungen steht „Mobility for better learning“, dh. die Qualität der Ausbildung von Pädagoginnen und Pädagogen stetig zu fördern. Das setzt eine enge Abstimmung der Curricula zwischen der Pädagogischen Hochschule Burgenland und ihren Hochschulpartnern ebenso voraus wie die individuelle Beratung der Studierenden bei der Auswahl der Hochschuleinrichtung und der Festlegung des Studienprogramms. Wie bereits in der Vergangenheit verfolgt die Pädagogische Hochschule Burgenland auch in der Zukunft das Ziel, dass Studierende durch den Auslandsaufenthalt keinen „loss of progress“ erleiden sollen. Zusätzlich werden Bachelorthemen in einem internationalen Kontext forciert und Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher gefördert.

Das Erasmus-Programm trägt zur Attraktivität der Hochschuleinrichtung am Standort Eisenstadt bei. Das Hochschulmarketing beginnt daher mit der Information für Studienplatzbewerberinnen und -bewerber.

Zur Verbesserung der Sprachkompetenzen werden regelmäßig Sprachkurse für Hochschulpersonal und Studierende angeboten. Die Neustrukturierung der Pädagoginnen- und Pädagogenbildung erfordert curriculare Entwicklungen, die die Einrichtung eines Wahlmoduls 'Internationalisierung' ermöglichen.

Die an der Pädagogischen Hochschule Burgenland für den profilbildenden Schwerpunkt Mehrsprachigkeit und interkulturelle Bildung eingerichtete Sprachenwerkstätte (mit besonderer Berücksichtigung der burgenländischen Volksgruppensprachen Kroatisch und Ungarisch) initiiert gemeinsam mit dem ebenfalls an der Pädagogischen Hochschule Burgenland etablierten Bundeszentrum „Online-Campus Virtuelle PH“ bzw. dem Lernmanagementsystem Burgenland (LMS) Forschungs- und/oder Entwicklungsprojekte für Online-Learning in Kooperation mit kroatischen und/oder ungarischen Universitäten (insbesondere in Zadar, Osijek und Györ) sowie mit burgenländischen Volksgruppenvereinen.

Bei Kooperationsprojekten mit vor allem im Grenzbereich mit Ungarn tätigen Unternehmen sollen Lehrende des Instituts für Personal- und Schulentwicklung an berufsbildenden Schulen an der Pädagogischen Hochschule Burgenland als kompetente pädagogische Partner in technischen, gewerblichen, kaufmännischen und humanberuflichen Berufsfeldern künftig eine stärkere Rolle spielen.

Modernisierungseffekte auf die Pädagogische Hochschule Burgenland in unterschiedlichen Ausprägungen:

1. Die Programme der Pädagogischen Hochschule Burgenland zielen auf eine bessere Koordinierung zwischen den verschiedenen Phasen der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung (Erstausbildung - Mentoring von Berufseinsteigerinnen/Berufseinsteiger - berufsbegleitende Weiterbildung) ab. Die Entwicklung dieser Programme hin zur forschungsgeleiteten Lehre erfolgt im nationalen Entwicklungsverbund Steiermark – Burgenland mit der PH Steiermark, der KPH Graz und der Universität Graz wie auch im Rahmen des internationalen Doktorandenkollegs mit den Universitäten Brünn, Koblenz-Landau, Potsdam und der Westungarischen Universität Sopron.

2. Die Pädagogische Hochschule Burgenland leistet einen Beitrag zur Steigerung der Akademikerquote nicht nur auf Bachelorniveau, sondern ermöglicht ein den Bologna Kriterien entsprechendes Ausbildungssystem für pädagogische Berufsfelder im Bundesland Burgenland bis zum Doktoratsabschluss. Mit dem profilbildenden Fokus soll auch die Steigerung der Forschungskompetenz im Sinne einer Tertiärisierung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung gewährleistet werden.

3. Die Pädagogische Hochschule Burgenland unterstützt umfassend mobile Studierende zur Erweiterung ihrer kulturellen Kompetenzen und Vertiefung ihre Sprachkenntnisse. Die erworbenen Fähigkeiten fördern ihre berufliche Laufbahn sowie ihre persönliche Entwicklung. Sie werden in ihrer angestrebten Profession als Lehrerin/Lehrer kompetenter im Umgang mit Schülerinnen und Schülern aus diversen Kulturkreisen.Die Auswirkungen von Mobilitäten und internationaler Kooperation zeigen sich in der Generierung neuen Wissens in Pädagogik, Didaktik und Methodik ebenso wie in einer positiven persönlichen Grundhaltung der Personen gegenüber dem Fremden. Der sozialen Ausgrenzung wird dadurch entgegengewirkt.

4. Das Institut für Personal- und Schulentwicklung an berufsbildenden Schulen strebt in der Weiterbildung Synergien mit der Wirtschaft an und trägt damit indirekt zur Regionalentwicklung bei. Durch Verbesserung von Qualität und Relevanz werden jungen Menschen jene Kompetenzen vermittelt, die sie zur Ausschöpfung ihres Entwicklungspotenzials benötigen, um den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden.

5. Die Strategie zur Implementierung eines internen Qualitätsmanagementsystems der Pädagogischen Hochschule Burgenland orientiert sich sowohl hinsichtlich der Struktur der Qualitätsfelder als auch hinsichtlich des Prinzips von periodischer Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung des aktuellen „Qualitätsreifegrades“ der Pädagogischen Hochschule Burgenland grundsätzlich am Modell „European Foundation for Quality Management (EFQM)“. Ein erstes Peer-Review-Verfahren wurde bereits mit der Pädagogischen Hochschule Kärnten durchgeführt, zukünftig sollen auch ausländische Partnerinstitutionen als Peers eingebunden werden.

Die Pädagogische Hochschule Burgenland unterstützt künftig die bedarfsgerechte und nachhaltige Professionalisierung von Führungskräften und Lehrpersonen in Schulentwicklungsprozessen und bei PE-Maßnahmen durch ein Beratungs- und Begleitungskonzept. Das vorhandene Unterstützungsangebot wird schrittweise erweitert und finanzielle Ressourcen prioritär schulstandortspezifisch eingesetzt.

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