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Pädagogik, Lebenswelten und Emotionen

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Im Rahmen einer Exkursion mit Martin von „Nimmerland“ setzten sich Studierende des 6. Semesters der Primarstufe mit Schwerpunkt Inklusive Pädagogik gemeinsam mit den beiden Lehrenden Claudia Franta und Kerstin Löffler intensiv mit den Themen Obdachlosigkeit und Sucht auseinander. Ziel dieser Veranstaltung war es, Einblicke in Lebenswelten, die den Studierenden nicht so vertraut sind, zu gewinnen und ein vertieftes Verständnis für die damit verbundenen sozialen und individuellen Herausforderungen zu entwickeln.

Die direkte Auseinandersetzung mit prekären Lebenssituationen ermöglichte den Studierenden einen Perspektivwechsel, der über theoretische Inhalte hinausging. Dabei wurde deutlich, wie komplex und vielschichtig Lebensrealitäten sein können, die häufig von gesellschaftlicher Ausgrenzung, Unsicherheit und Belastung geprägt sind.

Im Zuge dieser Auseinandersetzung wurden die Studierenden auch mit ihren eigenen emotionalen Reaktionen konfrontiert. Gefühle wie Betroffenheit, Mitgefühl, Unsicherheit oder Überforderung traten in den Vordergrund und machten deutlich, dass Emotionen eine wesentliche Rolle im pädagogischen Handeln spielen. Sie beeinflussen Wahrnehmung, Bewertung und letztlich auch das professionelle Verhalten im Umgang mit anderen Menschen.

Besonders im Hinblick auf zukünftige berufliche Anforderungen – etwa im Rahmen von Elterngesprächen oder im Kontakt mit Kindern aus belasteten Lebensverhältnissen – wurde die Bedeutung emotionaler Selbstreflexion hervorgehoben. Die Fähigkeit, eigene Gefühle wahrzunehmen, zu reflektieren und einzuordnen, stellt eine zentrale Kompetenz dar, um professionell, empathisch und gleichzeitig handlungsfähig zu bleiben.

Im Anschluss an die Exkursion erhielten die Studierenden im Rahmen einer Supervisionseinheit die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Emotionen zu reflektieren. Dieser strukturierte Reflexionsprozess unterstützte sie dabei, ihre Eindrücke zu verarbeiten, persönliche Haltungen zu hinterfragen und Strategien für den professionellen Umgang mit emotional herausfordernden Situationen zu entwickeln.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Exkursion nicht nur wertvolle fachliche Einblicke in die Themen Obdachlosigkeit und Sucht bot, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der professionellen pädagogischen Haltung leistete. Insbesondere die Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen erwies sich als zentraler Lernprozess im Hinblick auf zukünftiges pädagogisches Handeln.

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