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16/10, 13:46

Zweiter Burgenländischer Lesekongress

„Ich kann lesen!“ Diagnostik und Förderung für jedes Kind

Von Marie Mörz

Lesen ist die Grundvoraussetzung für den Erwerb aller anderen Kulturtechniken, der Schlüssel zum Lernen. Die Lesekompetenz eines Kindes entscheidet über dessen Bildungs-, Berufs- und somit weiteren Lebensweg. Daher ist die Förderung der Lesekompetenz von zentraler Bedeutung und sollte im Mittelpunkt pädagogischen Wirkens stehen.

Im Bewusstsein dieser Tatsache veranstaltete die Pädagogische Hochschule Burgenland in Kooperation mit dem Landesschulrat für Burgenland am Montag, dem 15. Oktober 2018 den zweiten Burgenländischen Lesekongress unter dem Motto „Ich kann lesen! Diagnostik und Förderung für jedes Kind“ in Pinkafeld. 200 TeilnehmerInnen aus den Bereichen Volksschule (VS), Neue Mittelschule (NMS) und Unterstufe der allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS-Unterstufe) sowie SchulbibliothekarInnen setzten sich in Keynotes und Workshops mit den neuesten Erkenntnissen der Lesediagnostik und –didaktik auseinander.

Ausgehend von Befunden aus der aktuellen Forschung gaben Univ. Prof. Karin Landerl von der Universität Graz, Christian Aspalter von der PH Wien und Julia Köhler von der Universität Wien einen Einblick in die Theorie und Praxis der Leseförderung. Alternative Wege im Umgang mit Lesekompetenz und Literatur wurden aufgezeigt, konkrete Tipps für die schulische Praxis gegeben. In den vielfältigen Workshops wurde auch Bezug auf die Veränderungen im Leseverhalten aufgrund der digitalen Medien genommen. Diagnosetools zur Feststellung des individuellen Entwicklungsstandes sowie die daraus resultierende gezielte, individualisierte Leseförderung wurden vorgestellt. Konkrete Leseförderungsprojekte an NMS und VS und computerunterstützte Leseförderprogramme wurden präsentiert.

Jedes Kind auf seinem Weg zum kompetenten Leser / zur kompetenten Leserin zu unterstützen und ihm die besten Zukunftschancen zu ermöglichen ist ein wesentliches Bildungsziel eines qualitätsorientierten Schulsystems. Für einen erfolgreichen Leselernprozess sind Früherkennung von Leseschwierigkeiten und individuell zielgerichtete Leseförderung bei Kindern unabdingbar. Neben diesen wichtigen Lernzielen muss aber das oberste Ziel sein, bei den SchülerInnen die Freude und Begeisterung am Lesen zu wecken. Ziel all dieser Bemühungen ist ein Schulkind, das selbstbewusst und voll Freude von sich behaupten kann: „Ich kann lesen!“

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