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26/09, 11:07

Nachtgebet „einst.stets“

Von: Adele Grill, Margaretha Hermann

source Mit einer „Es-ist-Litanei“ nach H. M. Enzensberger begann das 4. Nachtgebet des Institutes für religionspädagogische Bildung, diesmal im Skulpturengarten von Karl Prantl in Pöttsching.
Die meditative Kraft seiner Steine verlieh dieser Veranstaltung eine besondere Atmosphäre, denn seine Steine erzählen „von Wolken und Wind, von Sternen und Schnee“, seine Steine sind politische Botschaften und Mahnmale, in seinen Steinen erahnen wir Ewigkeit.
Im Spannungsbogen zwischen „einst“ und „stets“ meditierten die weit über 100 Teilnehmer/innen das „Gebet des Steins“ des Literaten und Theologen Siegmund Kleinl - ein Gebet, das lediglich aus dem „literarischen Material“ des Steins - aus den 5 Buchstaben S T E I N - bestand. In der Auslegung und dialogischen Reflexion wurde der Stein greifbar, griffig, anstoßend lebendig: esse – nett – sein – nest – tenne – sinne – ei – einen – innen – essen...

follow link Ferry Janoska musizierte dazu am Bandoneon. Mit seinen einfühlsamen Interpretationen - von der „Meditation“ von Jules Massenet über eine Eigenkomposition „Aria“ bis zu „Oblivion“ von Astor Piazzolla - berührte er alle Anwesenden. Wunderbare Bearbeitungen mehrerer Variationen von „Ave Maria“ (Gounod, Schubert, Piazolla) mündeten in einem gemeinsamen Rosenkranzgebet.

click Emmerich Fekete interviewte Uta Prantl, die vom Leben mit Karl Prantl erzählte, die mahnte, erinnerte und schlussendlich fast schon zwischen den Steinen tanzte.

walt disney world live cam Das Nachtgebet führte vom Berühren zum Berührt-Werden. Bis es Nacht wurde.