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04/06, 18:11

Geschichte-Studierende der PH Burgenland zu Besuch in Carnuntum

Von: Evelyn Fertl

Studierende des 4. und 6. Semesters der Sekundarstufe Geschichte besuchten am 27. Mai 2018 den Archäologischen Kulturpark Carnuntum in Petronell-Carnuntum und das Museum Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg. Der Lehrausgang fand im Rahmen der Vorlesung „Ausgewählte Kapitel“ (Fachbereich Alte Geschichte) statt, die von Evelyn Fertl geleitet wird und sich mit dem römischen Prinzipat beschäftigt.

 

Der Besuch in Carnuntum sollte einerseits der Vertiefung dieser Lehrveranstaltung dienen, die bedeutende außen- und innenpolitische Ereignisse sowie die Strukturen der römischen Gesellschaft dieser Epoche zum Thema hat. Andererseits sollten die Studierenden mit einer der wichtigsten Ausgrabungsstätten zur römischen Geschichte der Kaiserzeit bekanntgemacht werden: Die Befestigung des römischen Donau-Limes durch ein Legionslager und ein Auxiliarkastell und die zeitweise Stationierung von 6.500 Soldaten in Carnuntum belegen die militärpolitische Bedeutung des Standortes. Die parallel dazu entstandene Zivilstadt Carnuntum beherbergte zu ihrer Blütezeit rund 50.000 Menschen und zählt heute zu den am umfangreichsten erforschten antiken Ausgrabungsstätten Österreichs.

 

Am Programm stand zuerst eine Führung durch das römische Stadtviertel mit Besichtigung mehrerer rekonstruierter Gebäude (Bürgerhaus, Stadtvilla, Therme …). Nach einem Abstecher ins Amphitheater der Militärstadt, das bereits in der zweiten Hälfte des 1. Jh. n. Chr. als Steinkonstruktion und für rund 8.000 Zuschauer errichtet wurde, ging es anschließend ins Museum Carnuntinum, in dem die Ausstellung „Der Adler Roms – Carnuntum und die Armee der Cäsaren“ zu sehen war. Danach folgte eine Besichtigung des Amphitheaters der Zivilstadt, das für rund 13.000 Besucher konzipiert war und in dem unter anderem Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen veranstaltet wurden. Das Heidentor, ein spätantikes Triumphalmonument, bildete den Abschluss des Carnuntum-Besuches.