SQA

SQA – Schulqualität Allgemeinbildung ist eine Initiative des BMUKK. Sie will durch pädagogische Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung zu bestmöglichen Lernbedingungen für Schülerinnen und Schüler an allgemein bildenden Schulen beitragen. Das eigenständige Lernen von Schülerinnen und Schülern, unterstützt durch wertschätzende, sachlich fundierte Begleitung von Lehrerinnen und Lehrern, soll zur weiteren Anhebung des Bildungsniveaus führen.

Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung dürfen nie Selbstzweck sein, sie stehen immer im Dienst eines Zieles. Als Rahmenzielvorgabe für den Zeitraum 2012/13 bis 2015/16 definiert das BMUKK die Weiterentwicklung des Lernens und Lehrens in Richtung Individualisierung und Kompetenzorientierung. SQA versteht sich dabei als organisatorischer Rahmen und Werkzeug zur Zielerreichung.

SQA beruht auf einer Novellierung des § 18 Bundes-Schulaufsichtsgesetz, die ab 1. September 2012 in Kraft tritt. Darin werden die Eckpunkte eines „Nationalen Qualitätsrahmens“ definiert. Diese werden für das allgemein bildende Schulwesen als „SQA“ in einem partizipativen Prozess weiter konkretisiert. Eine umfassende Information der Schulen beginnt im Herbst 2012.

In einem koordinierten Zusammenspiel aller Ebenen des Schulsystems sollen Entwicklungsprozesse etabliert werden, die in Form einer Aufwärtsspirale von der Bedürfnisformulierung und Ist-Stand-Analyse über Zielvereinbarungen, Umsetzungsmaßnahmen und Erfolgsüberprüfungen zu Konsequenzen und weiterführenden Vorhaben führen. Dabei soll es immer um konkrete, bedarfsorientierte Entwicklungsvorhaben gehen, welche die Schülerinnen und Schüler auch tatsächlich erreichen.

SQA soll dazu ermutigen, die vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten an Schulen auszuschöpfen und die Ergebnisverantwortung für das eigene Handeln stärker in den Blick zu rücken. Klärung der Rollen und Aufgaben (Schulleitung: Novellierung § 56 SchUG), konsequente Wahrnehmung von Führungsfunktionen und Leadership, Partizipationsmöglichkeiten für alle Beteiligten und externe Unterstützungsangebote sind notwendige Voraussetzungen.

SQA definiert zwei tragende Strukturelemente auf bzw. zwischen allen Ebenen des Schulsystems: Entwicklungspläne (EP) und periodische Bilanz- und Zielvereinbarungsgespräche (BZG). Besonders in Letzteren materialisieren sich dialogische Führung und Vereinbarungskultur. Sie sind von einem Klima grundsätzlicher Wertschätzung geprägt und erfolgen auf Augenhöhe. Verbindlichkeit wird durch Verschriftlichung hergestellt. Grundlage der BZG sind die Entwicklungspläne sowie weitere relevante Unterlagen, die den Führungspersonen vorab zur Verfügung gestellt werden.

Für Schulleiter/innen, Schulaufsicht und Führungskräfte im BMUKK sind entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen vorgesehen. Informationen zu SQA und umfangreiche Unterstützungsangebote für die Umsetzung werden ab Herbst 2012 auf www.sqa.at zu finden sein.

laut § 18 Bundes-Schulaufsichtsgesetz in SQA
„eine Definition und Beschreibung von Schulqualität“ Kriterien von Schul- und Unter-richtsqualität; Leittexte zu Lernen & Lehren, Individualisierung, Kompetenzorientierung
ein „periodisches Planungs- und Berichtswesen auf allen Ebenen“ Entwicklungspläne (EP)
„periodische Zielvereinbarungen auf allen Ebenen“ Bilanz- und Zielvereinbarungs-gespräche (BZG)
„Instrumente für Steuerung und (Selbst-)Evaluation“ - EP- und BZG-Leitfäden
- Instrumente zur (Selbst-) Evaluierung: SQA online, Instrumente für Individual-feedback etc.
- externe Daten (BIST Rück-meldungen, Reifeprüfungs-ergebnisse etc.)
- persönliche Rückmeldungen (durch Peers, kritische Freunde, Expert/innen u. a.)
„Unterstützungsangebote für Schulen“ - SQA-Workshops für Schul-aufsicht und Schulleiter/innen
- Leitfäden, Handreichungen, Modell- und Praxisbeispiele
- EBIS – Entwicklungsberatung in Schulen
- Evaluationsinstrumente
- Portal www.sqa.at (ab Herbst 2012)
laut § 56 SchUG

in SQA

„Schulleitung und -management, Qualitätsmanagement, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Führung und Personal-entwicklung (…)“ als Aufgaben der Schulleitung - Schulleiter/innen sind für die Entwicklungsarbeit an der Schule und deren Ergebnisse letztverantwortlich
- Schulleiter/innen führen periodische BZG mit der Schulaufsicht; Basis sind die EP der Schule
- Schulleiter/innen führen periodische BZG mit Lehrpersonen
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